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Selbstmarketing der speziellen Art! Copyright 2007 Karsten Noack

Selbstmarketing der speziellen Art

 

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich (nicht) streiten.
So oder so, seit Jahren gehört er zu New York City wie das Empire State Building:
The Naked Cowboy! – Der nackte Cowboy!

Eine Institution – eine amerikanische Ikone – wie im Internet zu lesen ist.
Der nackte Cowboy ist zwar nicht wirklich nackt und doch steht er unübersehbar auf der Mittelinsel am Times Square.
Er trägt eine für US-amerikanische Verhältnissen recht knappe Badehose.
Eine von denen, die in den USA verächtlich Speedos genannt werden.
Die meisten US-Amerikaner meinen, wer so etwas trägt ist entweder „gay“ oder – viel schlimmer – Europäer.
Insbesondere den im andauernden Strom an Passanten enthaltenden Frauen gefällt es.

Dass er dabei irgendetwas auf seiner Gitarre zum Besten gibt spielt eine untergeordnete Rolle. Es geht ohnehin im Straßenlärm unter.
Er hingegen steht dort, unübersehbar.
Unzählige Passantinnen stecken ihm – nicht nur ganz kleine – Geldscheine zu.

Einmal verschämt kichern, ein Foto und die nächste Kundin bitte!
Das Geschäft blüht und das bleibt nicht unbeobachtet.
Der Wettbewerb will seinen Anteil.
So sind heute meist ein Dutzend Naked Cowboys am Times Square unterwegs.
Und sogar ein Cowgirl hat sich dazu gesellt.
Einige Anwärter sind jünger, mitunter vielleicht auch attraktiver.

 

Selbstmarketing in NYC

Copyright 2010 Karsten Noack

Und wie geht das Original mit den vielen Kopien um?

Seine Webseite gibt dazu Auskunft:

Er hat ein Franchise System entwickelt.
“Werden Sie Naked Cowboy™ oder Naked Cowgirl™!”

Clever aus der Not eine Tugend gemacht.
Er hat eine Marke etabliert und sich gesichert.
Und er bleibt das Original, wird dadurch vermutlich sogar noch bekannter.
Und verdient mit an den – nun autorisierten – Kopien.

Inwiefern ist das auf andere Bereiche übertragbar?

 

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