
Welche Funktionen sind wichtig und welche nicht? Copyright 2011 Karsten Noack
Kalkulieren will gelernt sein.
Es gehört zum betriebswirtschaftlichen Handwerkzeug und ist so grundlegend für unternehmerischen Erfolg wie ein gewisses Verständnis des Marketings.
Beim Geiz-ist-geil-Trend wird kalkuliert wie viel von einem Produkt entfernt werden kann, um es so billig wie möglich anzubieten.
Möglichst wird ein Produkt dann so gestaltet das es nicht so schnell auffällt, dass es eingeschränkt oder unvollständig ist.
Knapp kalkuliert halt.
Genannt wird das dann gerne auch Light-Version.
Der Markt reagiert anfangs sehr positiv auf solche Angebote, die auf den ersten Blick günstig erscheinen.
Doch oft folgt später ein enttäuschtes Erwachen der Käufer.
Neu ist das Phänomen nicht.
Schon John Ruskin, der von 1819 – 1900 lebte, formulierte das folgende „Gesetz der Wirtschaft“:
„Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, dass nicht irgendjemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte. Und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug zuviel zu bezahlen, aber es ist auch unklug zu wenig zu bezahlen.
Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles.
Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.
Es ist nicht möglich!
Nehmen Sie das niedrigste Angebot an müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen.
Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.“
